Einfach

Es sind die einfachen Genüsse, die das Leben so besonders machen. Die Runde über den Wochenmarkt. Die Freude an der Fülle, an den Blumen und Früchten. Das gemütliche Schlendern, die Vorfreude auf die neuen Kartoffeln mit Schnittlauchschlick. Alles nichts besonderes, aber eine wunderbare Art den Tag zu beginnen. Jedenfalls konnte ich mit den Wirrnissen viel besser umgehen, als gestern und vorgestern.

Wieder daheim habe ich meinen Duftkräuterstrauß in die Vase gestellt und mich ans Werk gemacht. Zwei Märchen sind noch reingekommen und wollten gelesen werden. Damit war ich bis zum Frühstück beschäftigt und danach, ich gestehe, ich habe schon ein wenig mit den Hufen gescharrt, habe ich mich auf das neue Projekt gestürzt und schon mal einiges gesammelt. Das macht Spaß und mensch lernt so allerhand. Das Projekt hat auch schon einen Arbeitstitel, doch den verrate ich erst, wenn es wirklich losgeht. Mir gefällt er schon einmal.

Zwischen all den Vergnüglichkeiten habe ich es relativ entspannt hingenommen, dass ich immer noch ohne Telefon bin. Ich habe bei meinem Anbieter eine Multicard beantragt, damit ich endlich einmal mein Datenvolumen nutzen kann, ohne dauernd die Karte zwischen Smartphone und Tablet hin und her zu stecken. Werden ja auch nicht besser davon. Jedenfalls ist bei der Aktivierung was schiefgelaufen und so funktionierte meine alte Karte nicht mehr, aber die Neuen auch nicht und die noch Neueren sind in der Post. Alles im Lot also. Das Abendessen war übrigens wundervoll.

Recherche

So, der Zahlenmann ist fertig. Pünktlich zur Deadline. Komisch, dass ich immer dann fleißig werde, wenn mir die Zeit im Nacken sitzt.

Zeitweise während des Schreibens, hatte ich schon überlegt doch lieber einen anderen Stoff zu wählen, war aber nicht gewillt, wieder einmal etwas halbfertig liegen zu lassen. Doch ich muss gestehen, ich habe nach einem anderen Märchenmotiv Ausschau gehalten und auch eines gefunden. Also ein Motiv, ob es für ein Märchen ist, weiß ich noch nicht, ich weiß nicht einmal, was daraus werden könnte. Eine Ahnung, dass es eine längere Geschichte wird macht sich mehr und mehr breit, aber wer weiß. Auf alle Fälle beginnt nun eine spannende Recherchezeit. Das schöne ist, einiges finde ich hier in der Nähe. Unter anderem weil das Danewerk eine Rolle spielt.

Die letzten Tage war ich doch sehr bedrückt. Da kommt mir so ein Projekt mehr als gelegen. Selbst wenn vielleicht nichts draus wird. Sicher werde ich eine Menge lernen und mensch sollte neues Wissen nie ablehnen.

Tagesbeginn

Ein early bird bin ich wahrlich nicht. Auch wenn ich mittlerweile früher aufstehe, dauert es doch so einige Zeit bis ich auf Betriebstemperatur bin. Erst mal Yoga, dann zumindest die strategisch wichtigen Stellen waschen, danach Kaffee aufsetzen und solange der braucht in den Garten und ein wenig fotografieren. Hauptsache nicht so viel reden. Alles ruhig und gemütlich. Mit dem Kaffee geht es dann an den Laptop, nach Neuigkeiten und Mails gucken. Da ich Intervallfasten mache, gibt es so gegen 12:00 Frühstück.

Da Viktor die nächste Woche total fasten will, hatte ich heute nur ein gutes Buch zur Gesellschaft und das erste Mal seit langen ein Müsli. Die Basis ist hier ein fertiges Nussmüsli von Rosengarten, mit Banane, Aprikose, Pfirsich, kalt aufgeschäumten Soya-Vanilla-Drink und Kakaonips. War sehr lecker und wird sicher öfters mal auf den Tisch kommen, zumal ich meinen Brotkonsum einschränken möchte.

Kurz war ich versucht mich der Fastenwoche des Herrn B. anzuschließen. Aber alle vorangegangenen Versuche haben gezeigt, dass ich kein Talent zum Langzeitfasten habe. Also bleibt es bei mir bei Intervallfasten.

Nun werde ich mal gemütlich weiterschreiben und dann ein wenig für eine weitere Geschichte recherchieren. Der Zahlenmann wird heute fertig, vorher gibt es keine Schokolade.

Markttag

Mittwoch und Samstag ist Mark auf dem Exerzierplatz. Normalerweise gehen wir dort nicht hin, weil wir wunderbar frisches Obst und Gemüse im Widerhaken bekommen. Doch heute wollten wir einmal wieder auf dem Markt. Das war schön. Sehr viele Biolandstände und auch sonst so einiges zu sehen. Preislich auch adäquat. Zweimal im Jahr schließt der Widerhaken für jeweils zwei Wochen und die Mitarbeiter!nnen begeben sich in ihren wohlverdienten Urlaub. Es ist kein Problem sich im Vorwege mit mit lagerfähigen Lebensmitteln einzudecken, allerdings brauchen wir eine Ausweichmöglichkeit für Obst und Gemüse, welches wir in deutlich rauen Mengen verbrauchen, seit wir vegan leben.

Auf dem Markt gab es auch einen Stand mit schicken Gedöns, aber da ich Sparsamkeit gelobt habe, habe ich es nicht gekauft.

Den Nachmittag habe ich dann mit Schreiben verbracht. Gerade als ich mich mit einem wohlverdienten Milchkaffee und einem Buch auf die Terrasse setzen wollte, kam das Gewitter und der Regen. Das war fein. Es war heute so heiß, dass ich schon nach der Marktrunde erneut duschen musste.

Hab einen schönen Abend.

Meine Welt wird eng

Gestern hatte ich ein sehr unschönes Erlebnis, welches mich sehr aufgeregt hat und es immer noch tut. Vorgesehen war, dass wir an der Jahreshauptversammlung des Naturheilvereins in der Pumpe teilnehmen. Daraus wurde für Viktor und mich nichts. Die Geschäftsleitung der Pumpe besteht auf Maskenpflicht von und zum Platz. Auch mit Attest, dass vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aus gesundheitlichen Gründen abzusehen ist. Ich verfüge über ein solches Attest, weil ich Asthmatikerin bin und neben Atemnot mit Beklemmungen und Panikattacken zu kämpfen habe, wenn ich so einen Lappen trage. Trotz meiner persönlichen Überzeugung, dass diese Stofflappen von keinerlei Nutzen sind, außer einer verängstigten Bevölkerung das Gefühl zu geben, etwas tun zu können, habe ich, als es Pflicht wurde sich zu verhüllen, genau das getan und dafür mit Atemnot, Migräneanfälle, Beklemmungen und Panikattacken bezahlt. Dies wurde so schlimm, dass ich das erste Mal seit Jahren wieder Asthmaspray brauche. Daraufhin hat mir mein Arzt ein Attest ausgestellt, welches mich von der Pflicht eine Maske zu tragen befreit. Die Geschäftsleitung der Pumpe bestand nun darauf, unter Berufung auf die Vorgaben der Stadt, dass ich, sollte ich das Haus betreten eine Maske zu tragen hätte. Da mir der Naturheilverein wichtig ist, habe ich mich gefügt, bin in Fahrstuhl mit Maske landete im ersten Stock und kriegte kaum noch Luft, der Flur zum Raum war menschenleer und der Weg kurz. Also habe ich das Teil abgenommen und bin in den Raum gehuscht. Kurz darauf erschien der Leiter und ermahnte mich, sollte ich noch einmal gegen die Anordnungen verstossen, würde er mir Hausverbot erteilen. Die Entscheidung habe ich ihm abgenommen, in dem ich gegangen bin. Wie Viktor auch.

In den Coronaregeln, des Landes Schleswig-Holstein heißt es zu den Ausnahmen der Maskenpflicht:

Personen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung (einschließlich Behinderungen) nicht in der Lage sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sind von der Tragepflicht ausgenommen. Das betrifft insbesondere einen Personenkreis, für den auch Bedeckungsalternativen nicht in Frage kommen. Menschen mit Hör- oder mit Sprachbehinderungen dürfen eine Mund-Nasen-Bedeckung auch abnehmen, soweit dies zum Zwecke der Kommunikation mit anderen erforderlich ist

An einen Nachweis sind keine hohen Anforderungen zu stellen. Ein Nachweis kann ein Schwerbehindertenausweis, Allergikerausweis oder ähnliches sein, verbunden mit der Glaubhaftmachung des Betroffenen, dass aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist. Nicht erforderlich ist die Vorlage einer ärztlichen Bestätigung. Sollte diese aus Sicht des Betroffenen aber hilfreich sein, dann muss daraus lediglich zu erkennen sein, dass diese Bestätigung von einem Arzt ausgestellt worden ist und derjenige, der sich auf diese Ausnahme beruft, daraus erkennbar ist. Eine gesonderte Begründung des Arztes ist dabei nicht erforderlich und gewollt. Vergleichbare Bescheinigungen können auch von Psychotherapeuten ausgestellt werden.

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/FAQ/Fragen_und_Antworten/Gesundheit_Hygiene/maskenpflicht_s.html

Nun bin ich am Recherchieren, wie Rechtens die Anordnung des Herrn P. war und wenn sie es war, bedeutet es, dass Menschen, die aus guten Gründen keine Maske tragen können, von Teilen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen sind?

Übrigens: Zuvor war ich in der Stadtbücherei und zwar ohne Maske. Es gab keinerlei Probleme, nicht einmal eine Nachfrage.

Übrigens-2: Mein Versuch die Maske zutragen, mal ganz abgesehen von der Auseinandersetzung, hat mir wieder einmal einen Migräneanfall, sowie eine Nacht voller Alpträume beschwert.

Übrigens-3: In Kiel gibt es zur Zeit keinen einzigen Infektionsfall!

Fleisch essen

Seit Tagen überlege ich ob ich zu diesem Thema etwas schreiben soll, weil ich ja weiß was in den Kommentaren kommt. Dann dachte ich, na und, es ist mein verdammter Blog und hier schreibe ich über Themen die mich bewegen. In letzter Zeit habe ich dies eh viel zu wenig getan, sondern nur die Wohlfühlposts losgelassen und das auch nur, weil ich nicht einfach drei Fotos einstellen wollte.

Über das Thema Tiere essen denke ich schon lange nach, nicht erst seit ich das Buch von Jonanathan Safran Foer und Anständig Essen von Karen Duve gelesen habe. Es treibt mich seit Jahren um und immer wieder hat es Phasen gegeben, in denen ich dann doch keine vegetarische, ganz zu schweigen von einer veganen, Ernährung hinbekam. Heute betrachte ich es als Entwicklung, Althergebrachtes und Traditionen loslassen ist schwer. Wie wir uns ernähren hat nun einmal viel mit Herkunft und Familie zu tun. Essen ist nicht nur Nahrung, sondern oft genug auch Trost. Besonders ich kann davon ein Lied singen, denn in meiner besten Zeit habe ich 160 kg gewogen, weil ich einfach alles in mich gestopft habe, um nicht die ganze Zeit zu schreien. Hätte ich so weiter gemacht, wäre ich mittlerweile tot.

Der Prozess zum veganen Leben war also recht lang, doch mittlerweile bin ich froh, es geschafft zu haben. Lange habe ich immer mal Fleisch gegessen, zwar immer Bio und aus regionaler Haltung, doch mittlerweile auch das nicht mehr. Da ich die Bedingungen für Milchkühe kaum besser finde, mal ganz abgesehen davon, dass Milch nun mal Babynahrung ist und extrem viele Wachstumshormone enthält, die Erwachsene nicht brauchen, die sogar schädlich sind, habe ich Milch und Käse gleich mit an den Nagel gehängt.

Doch außer den persönlichen und den ökologischen Gründen gibt es noch einen, für mich sehr wichtigen Aspekt, vielleicht so gar den wichtigsten. Es gibt da auch eine spirituelle Seite. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Fleischverzehr Agressionen und Empathielosigkeit fördert. Das gilt natürlich besonders für die Massentierhaltung und -schlachtung, wenn auch vielleicht im geringeren Maße für Biofleisch. Dabei spreche ich noch nicht einmal von den Antibiotika und Medikamenten die in der Massentierhaltung eingesetzt werden, sondern von den Stresshormonen, die bei der Schlachtung und auf dem Weg dorthin freigesetzt werden. Gilt übrigens auch für Tiere aus biologischer Landwirtschaft. Selten wird noch auf den Höfen geschlachtet und auch dort ist es kein Spaß. Wir haben zu Hause geschlachtet und ich verstehe immer noch nicht, wie ich damals überhaupt von dem Fleisch essen konnte, denn die armen Viecher haben sich gewehrt und zum Steinerweichen gejammert. Dabei hatten wir einen zuverlässigen, versierten Schlachter, bei dem der erste Bolzenschuss sass und nicht noch lebende Tiere aufgeschlitzt wurden, wie es in der Industrieschlachtung immer wieder vorkommt.

Vielleicht bin ich empathischer geworden, aber mir ist es einfach auch nicht mehr möglich empfindsame Wesen die soziale Gemeinschaften bilden zu essen. Sicher auch Pflanzen sind empfindsame Wesen, aber mir bei weitem nicht so wesensverwandt, wie etwa Schweine. Ich will durch die Welt gehen und so wenig Schaden wie möglich anrichten, nicht weil ich glaube so gutes Karma anzuhäufen und Bonuspunkte bei einer Reinkarnation zu bekommen, an die ich nicht einmal glaube, sondern, weil ich es für mich als richtig und stimmig erkannt habe und es widersinnig finden würde, aus dieser Erkenntnis nicht die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

Größere Umbauten

Da denkt mensch, es muss sicher nur ein Wasserhahn ausgewechselt werden und auf einmal braucht es auch noch eine neue Arbeitsplatte und diverse andere Arbeiten. Alles Sachen, die ich nicht angegangen bin, weil ich ja irgendwann umziehe und es nicht mehr lohnt, hier groß was zu machen. Nun ist Achim allerdings am röteln. In der Küche sieht es schlimm aus.

Ich wünschte wirklich heute hätte es die Dampfnudeln, die gestern auf der Speisekarte standen, gegeben. Es ist übrigens die vegane Variante und das Schokonussmus, welches obenauf thront, entstamm der eigenen Produktion. So lecker, dass ich heute gleich noch welches gebaut habe. Ohne Palmöl und alle Zutaten biologisch.

Natürlich nervt es, dass nun wieder Reparturen anliegen, aber ich kann ja in den Garten gehen und den Mohn begucken, der soll ja Vergessen bringen. Wird behauptet. Soviel Schönheit will ich nicht vergessen.

Ungemach

Im Grunde ist es ein schöner Tag, wie es auch gestern einer war. Natürlich gehen auch schöne Tage nicht so ganz ohne Ungemach, leider, diesmal ist es eine stark leckende Spüle. So begann der Tag heute nicht mit Yoga, sondern mit aufwischen. Nicht so schlimm, konnte die Küche eh mal wieder brauchen. Doch es ist nicht schön, dass hier so langsam alles auseinanderfällt. Morgen kommt der Vermieter und kümmert sich. Hoffe er kann es ohne zu viel Aufwand reparieren.

Zur Zeit geht mir vieles durch den Kopf und doch bin ich noch nicht in der Lage es in Worte zu fassen. Alles sehr komplexe Themen, wie Diskussionskultur, Schubladendenken und Ernährung. Gut letzteres treibt mich ja dauernd um. Aber eben zur Zeit besonders. Zugleich genieße ich die Nähe und Liebe zu Viktor. Es ist eine sehr zärtliche Zeit mit viel Lachen, während um uns herum alles den Bach runter zu gehen scheint.

Regentag

Heute also mal Regen. Das ist fein, nach den trockenen Sommern der letzten Jahre habe ich beschlossen, mich nie wieder über Regentage zu beschweren. Also habe ich mein „Dahoamrum-Zoig“, wie Kommisar Kluftinger es nennt, angezogen und werde arbeiten, ohne von dem schönen Wetter nach draußen gezogen zu werden.

Eine kleine Runde durch den Garten, um ein paar Fotos zu machen, konnte ich mir allerdings doch nicht verkneifen.

Nun aber Frühstück und dann ans Werk.

Sommergefühle

Die letzten beiden Tage habe ich sehr genossen. Zwar habe ich viel Zeit am Schreibtisch verbracht, aber auch zwischendrin und zu den Mahlzeiten auf der Terrasse gesessen. Das war fein. Es ist noch nicht zu warm und mit dem riesigen Sonnenschirm gut auszuhalten. Auch habe ich unser Beet im Hinterhof vom Unkraut befreit. Auch so eine Sache, die ich sehr schätze. Beim schreiben hat mensch ja den Kopf sehr in den Wolken. Da tut es gut, etwas praktisches zu tun und in der Erde zu wühlen. Kochen ist allerdings auch gut. Heute muss ich nicht, es gibt aufgetaute Bohnensuppe mit Spätzle und dafür ist Viktor zuständig.

So langsam zieht es sich zu, also wird es wohl fürs erste mit dem schönen Wetter vorbei sein.

gefunden bei Binge Reader

Doch wie Donald zu passend denkt. Mit genügend Lesestoff und einer gemütlichen Couch, in meinem Falle Bett, hat so ein Regentag viel Schönes.